Pestizide und Agrarchemie


Pestizide und Agrarchemie

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Nervengiften (wie Neonikotinoiden) schwächt das Immunsystem der Bienen, stört ihren Orientierungssinn und führt zu Vergiftungen.

🐝 Pestizide und Agrarchemie – warum sie für Bienen gefährlich sein können

Bienen sind sehr wichtig für unsere Natur. Wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen, sammeln sie Nektar und Pollen. Dabei übertragen sie Blütenstaub von einer Blume zur anderen. Das nennt man Bestäubung. Dadurch können viele Pflanzen Früchte und Samen bilden, zum Beispiel Äpfel, Erdbeeren und Kirschen.

Doch Bienen sind verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Eine davon sind Pestizide, also chemische Mittel, die in der Landwirtschaft gegen Schädlinge, Unkräuter oder Pilzkrankheiten eingesetzt werden. Manche dieser Mittel können auch Bienen schaden.

1. Was sind Pestizide?


Pestizide sind Mittel, die Landwirtinnen und Landwirte einsetzen, um Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Sie können beispielsweise Blattläuse bekämpfen, die Pflanzen aussaugen.

Das Problem: Manche Mittel wirken nicht nur auf die Schädlinge, sondern können auch nützlichen Insekten wie Bienen gefährlich werden.

Man kann sich das so vorstellen: Eine Biene landet auf einer Blüte, um Nektar zu sammeln. Wurde die Pflanze mit einem bienenschädlichen Mittel behandelt, kann die Biene mit dem Stoff in Kontakt kommen. Sie kann ihn über ihren Körper aufnehmen oder belasteten Nektar und Pollen fressen.

2. Was sind Neonikotinoide?

Neonikotinoide sind eine bestimmte Gruppe von Insektiziden. Sie wirken auf das Nervensystem von Insekten. Das Nervensystem ist wie eine Nachrichtenleitung im Körper: Es hilft dem Tier, sich zu bewegen, Informationen zu verarbeiten und auf seine Umgebung zu reagieren.

Wenn eine Biene eine schädliche Menge eines solchen Mittels aufnimmt, können wichtige Körperfunktionen gestört werden.

Was kann mit einer Biene passieren?

1. Die Biene findet den Weg nicht mehr so gut.
2. Die Biene wird schwächer oder bewegt sich anders.
3. Das Bienenvolk kann Probleme bekommen.
4. Auch die Abwehrkräfte können beeinträchtigt werden.

3. Wie gelangen Pestizide zu den Bienen?

Beim Spritzen auf dem Feld

Wenn ein Mittel versprüht wird, können Bienen direkt damit in Kontakt kommen. Besonders riskant kann das sein, wenn blühende Pflanzen besucht werden oder Sprühnebel auf benachbarte Blüten gelangt.

Über Nektar und Pollen

Manche Wirkstoffe können in Pflanzen aufgenommen werden. Rückstände können dann je nach Mittel und Anwendung auch in Nektar oder Pollen vorkommen, die Bienen als Nahrung sammeln.

Über belastete Pflanzen und ihre Umgebung

Auch Pflanzen am Feldrand können betroffen sein. Wie groß das Risiko ist, hängt unter anderem davon ab, welches Mittel verwendet wird, wie es eingesetzt wird und ob Bienen damit in Kontakt kommen.







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